#1 BAUCHGEFÜHL
Shownotes
Warum entscheidet unser Magen-Darm-Trakt eigentlich mit, wenn es um Jobs, Beziehungen oder Immobilien geht? Und ist das berühmte flaue Gefühl im Magen unsere blitzschnelle Lebenserfahrung oder doch nur eine alte als Intuition getarnte Angst?
In dieser Folge nehmen Martin Prein und Alexandra Luthwig das so genannte Bauchgefühl genauer unter die Lupe und fragen sich: Verlässlicher Kompass oder schlechter Ratgeber?
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00:00:07: Cocktail und Käsepappletee.
00:00:10: Psychologie ohne Couch!
00:00:13: Der Podcast mit
00:00:14: dem Psychologen
00:00:15: Martin Prein, und mit Redakteurin Alexandra Ludwig.
00:00:22: Ja willkommen zu Cocktail & Käse-Papplete, Psychologie Ohne Couch.
00:00:27: Hallo lieber Martin.
00:00:28: Hallo Alexandra.
00:00:30: Hallo das kommt immer so ganz tief aus dem
00:00:33: Bauch.
00:00:35: Es ist eine entspannte Freude.
00:00:37: Da
00:00:37: hab ich mir schon eine zweite Hergericht verfreit.
00:00:41: Naja, es ist ja auch erst die Zeit!
00:00:42: Wir sind ja mitten im Herbst angekommen und die Temperaturen sind jetzt auch entsprechend kühler.
00:00:47: Gehörst du eigentlich zu denen, die sich freuen über den Herbst oder zu jenen, die traurig sind?
00:00:53: Nein,
00:00:54: nein, nein... Ich bin nur herbstwünntes für mich lebbar.
00:00:57: Ah, Jössers!
00:00:58: Oder kühle früher, also nicht zu heiß der Frühling aber Sammer geht nicht, ne?
00:01:02: Nur
00:01:03: lebbar.
00:01:03: Aber du bist ja kein Sommer.
00:01:05: Ich bin überhaupt kein Sommermensch, nein.
00:01:07: Ja, ich kann das gut verstehen.
00:01:09: Aber ich kenne sehr viele die sehr traurig sind da wo ich aufblühe mit jedem kühlen Wetter auch mit Regen, mit Duftkirzen, mit wärmenden Getränken.
00:01:20: Da sind andere ganz betrübt und traurige Und fürchten sich schon ein Stück weit von
00:01:26: da.
00:01:26: Das ist wirklich interessant.
00:01:28: Obwohl die Lichtstimmung im Herbst so schön ist und die Gerüche und die Fletterfarben und so weiter... Ich mag es bis zu zwanzig Grad.
00:01:36: Da drüber ist schon immer so, dann mache ich es ja gar nicht mehr.
00:01:41: Das hat wahrscheinlich mit meinem ehemaligen Beruf zu.
00:01:42: den Bestattern waren nur im Keller und im Kühlraum.
00:01:47: Du meinst das war einfach so eine lange Zeit?
00:01:49: Das ist deine zu deiner Betriebstemperatur geworden!
00:01:54: Ich liebe's auch und ich mag diesen Rückzug ein bisschen... Zuhause wieder ein Kuscheln
00:02:01: kann.
00:02:02: Ich finde
00:02:02: das einfach für einen.
00:02:04: Martin!
00:02:05: Du hast letztens zu mir gesagt, dass du dir für diesen neuen Podcast wünscht, dass wir gemeinsam um Themen kreisen – die jetzt nicht ausschließlich und vordergründig das Thema Endlichkeit und Tod haben -, dass wir, wie hast du gesagt auch, gemeinsam um ein Thema tanzen oder herumtanzen, so was ist echt gemeint?
00:02:26: Und jetzt... möchte ich dich gerne mit einer Idee überraschen.
00:02:30: Und zwar habe ich mir in den letzten Tagen unterschiedliche Begriffe, Schlagwörter, Mythen manchmal auch Redewendungen zusammengetragen und jeweils auf einen Zettel geschrieben.
00:02:42: und vor mir steht jetzt so ein gut gefülltes Glas und meine Idee ist es dass sich daraus immer am Beginn einer Folge einem Zettl Herr Rauszehe, der muss jetzt gar nicht unbedingt auch mit Psychologie oder so zu tun haben.
00:02:58: Kann aber!
00:02:59: Weil du hast gesagt alles ist irgendwie Psychologie.
00:03:02: Und hoffentlich hast du ihn mit Tür beschlägen oder so?
00:03:06: Ja, aber auch das wäre spannend.
00:03:08: Bring mich nicht auf komische Gedanken weil ich kann ja dieses Glas immer wieder mit neuen begriffen dann für.
00:03:15: jedenfalls würde ich gerne einen rausziehen und schauen, was da draufsteht.
00:03:20: Vielleicht ist das ja dann schon ein Begriff der um den wir kreisen können oder auch nicht?
00:03:26: Da könnte man die Damen und Herren hören und uns Begriffe schicken.
00:03:31: Das
00:03:32: wäre großartig!
00:03:34: für meine Glaskugel.
00:03:36: Ja, das wäre großartig!
00:03:38: Du denkst sehr weit voraus.
00:03:39: So ich ziehe da jetzt einmal... Ich lasse mich immer das hören kann.
00:03:42: Ich
00:03:42: habe da
00:03:43: echt
00:03:44: schön geschrieben
00:03:45: mit Fieldstift in Bunt und Warbe.
00:03:48: Aha, ich schreite zur Tat.
00:03:50: unser erstes Wort lautet Bauchgefühl.
00:03:58: Wie so ui?
00:04:00: Das
00:04:01: klingt gleich so nach Bauchweh.
00:04:04: Nein, Bauch.
00:04:06: Darum brauche ich einen Käsebappeltee.
00:04:08: Der beruhigt alles wie wir gelernt haben.
00:04:11: Aber Bauchgefühl finde ich lustig!
00:04:13: Bauch-Gefühle ist ja sprachlich schon sehr spannend.
00:04:17: Weil man da irgendetwas gleich im Körper verortet und den Bauch zuschreibt... Man könnte auch dieses Gefühl oder woanders spüren?
00:04:26: Im Herzen
00:04:27: oder
00:04:28: in der Schulter.
00:04:28: aber man sagt Bauch gefühlt.
00:04:30: Stimmt.
00:04:31: Ich glaube, da ist was dir das kennt sicher.
00:04:33: Was man ja auch weiss, dass es so ein sogenanntes Darm-Hirn gibt.
00:04:39: Also sehr viele fast zu ordentlichen Neuronale Netzwerke im Darm sind wie in Gehirnen und vielleicht nur viel mehr als im Gehirn sogar.
00:04:46: So hast du schon mal gehört Bauchhirn?
00:04:49: Ja, das ist ganz weit weg!
00:04:51: Und die TCM, ich gehe ab und zu in Linz zum TCM Mediziner, je nachdem, was ich habe.
00:04:57: der sagt also die TCm Medizin sagt Der Tod sitzt im Darm und somit auch das Leben sozusagen.
00:05:05: Da hat sich schon einmal so meditierende Figuren gesehen, diese Buddha- oder Hindufiguren, die da sitzen in dieser Meditationshaltung.
00:05:12: Und die haben immer, wenn man das schon mal aufgefahren ist, die Hände so wie ein bisschen als Merkelrate ... Kennst du?
00:05:18: Das waren Leute mit den zusammengegebenen Fingener Herzformen.
00:05:23: Ja ja!
00:05:24: Genau.
00:05:25: Die Fingernsammung macht quasi so eine Loch, die unter dem Bauchnabel halten.
00:05:33: und dieses Zentrum unterm Bauchnarbel nennt man in manchen Traditionen östlichen Hara.
00:05:38: Man geht um das Ausdruck, dass da drinnen der Sitz des Lebens ist.
00:05:41: Also bei der Meditation geht es auch in dieses Zentrum sozusagen sich zu verkörpern.
00:05:46: Diese Bereiche unten nennt sich Hara und der Sitze des Lebens Und du kennst den Ausdrucks, glaube ich, bei den Japanen ist es der Ehren selbst?
00:05:53: Oder so Harakiri?
00:05:55: Ja!
00:05:55: Das kennste ich.
00:05:56: Also wenn Sie dieses Schwert da hinein rennen Aber die Bachgefühle... Ich weiß schon was du meinst Weil viele Leute sagen, ich verlose mich auf ein Bachgefühl.
00:06:02: Genau, Entscheidungen wird das oft so.
00:06:05: Oder auch umgekehrt habe ich ein mulmiges Gefühl oder da hab' ich einfach aus dem Bauch heraus entschieden.
00:06:11: Man geht davon aus natürlich, da muss man aufpassen und bei mir ist es ja sehr beschäftigt auch, also Emotionengefühle.
00:06:18: Wir müssen ein bisschen vorsichtig sein glaube ich dabei weil wir haben so eine seltsame ... weiss nicht wo sie her, sie kommt Vorstellung?
00:06:24: Oder so verbreitete Annahme oder Idee Das Gefühle generell oder das Bachgefühl immer recht hätte.
00:06:32: Also wenn man sagt, verlosst ihr auf die Gefühle?
00:06:35: Ja genau!
00:06:36: Als hätte das Gefühl eine höhere Weisheit und sagt er schon das Richtige.
00:06:40: Da kann man aber eh vornahen.
00:06:43: Weil Gefühlen muss man aufpassen informieren an oft nicht über das was gerade jetzt da ist sondern Gefühler informieren oft auch eher über die Vergangenheit.
00:06:54: also Gefühles sind oft Vorurteilsspeicher.
00:06:57: Und wenn man ein Bachgefühl hat so etwas Dann kann es sein, dass sozusagen unabhängig von Bewusstsein das Nervensystem schon was bewertet hat.
00:07:04: Was bekannt vertraut ist oder irgendwie vertrautscheint und du hast ein gutes Gefühl.
00:07:09: Oder ein schlechtes Gefühl?
00:07:12: Aber dann ist es ja vielleicht trotzdem auch eine gute Warnung die man vielleicht nicht kognitiv in dem Moment dieser einen oder anderen Prägung oder Erfahrung zuschreibt weil das ja sehr schnell geht aber mich trotzdem mein Bauch- oder Bauchgefühl vielleicht warnt
00:07:29: Ja, aber es kann die auch falsch informieren.
00:07:32: Also man kann sagen dieses Bauchgefühl was dann gespürst ist so eine Spitze vom Eisberg das wahrnimmst?
00:07:37: Aber es ist da vorgelagert schon drunter ist also ein weitgehend unbewusste Bewertung nimmt das System vor.
00:07:44: und ob diese Bewertungen in diesem Sinne richtig oder falsch oder gut oder schlecht das weiß nicht.
00:07:50: zum Beispiel.
00:07:50: Und nehmen wir ein großes Beispiel, ein starkes.
00:07:54: Es gibt Menschen und viele Zuhörerinnen werden das vielleicht sogar kennen und wir kennen uns auch, dass man so ein bisschen die Tendenz hat oder oft bei Partnerschaften oder Liebesgeschichten.
00:08:04: Manche haben es ganz stark, dass immer den gleichen Typus anzieht.
00:08:08: Immer zieht man einen gleichen Typuss an und das geht dann auch schlecht aus.
00:08:12: Und immer quasi immer der Visitenforschen.
00:08:14: So irgendwie... Und da sind nicht auch unbewusste Systeme am Werken, warum wir sozusagen das können so Wiederholungsmuster sein.
00:08:21: So frühe Prägungen, warum man immer wieder sozusagen auf denen oder den Typus abwarten, der man dann in der Folge langfristig vielleicht gar nicht guttut.
00:08:27: Wir nehmen ein ganzes Schwaffe als Beispiel.
00:08:30: Das gibt es ja auch und das kennt man aus der Psychotherapie gut, dass manche nehmen wir mal jetzt die Frau her, die immer wieder Männer anzieht, ist dann schlagen.
00:08:38: Ein paar Monate.
00:08:39: Ja?
00:08:39: Das gibt's!
00:08:40: Es ist also sehr zugespitzt das Beispiel.
00:08:45: Die Frau, die ja so ein Wiederholungsmuster hat den nächsten Mal keiner lernt.
00:08:50: Der ist in einem halben Jahr Widerschlag und hat beim Kennerlernen einen super Bachgefühl.
00:08:55: So gut wie nun nie!
00:08:56: Was denn man?
00:08:57: Okay aber das ist ja eigenartig weil dann wird sie hier nicht wirklich gewarnt.
00:09:01: eigentlich Paradox.
00:09:02: Was wir tun was wir wo ich vorsichtig wäre Wir gehen gerne her und haben diese seltsame Unterteilung die die Neurowissenschaft mittlerweile nicht mehr machen würde.
00:09:11: Wir sagen da gibt es das Denken und des Fühlen Und das Denken ist nur das Denk, ja.
00:09:17: Das Denktet da und es wird sehr einfach und dann schlicht.
00:09:21: Aber das Gefühl ist viel umfassender und das hat eher recht sozusagen.
00:09:28: Deschreiben
00:09:28: denn die Kompetenz mehr zu?
00:09:30: Genau!
00:09:30: Und das mit meiner neuen Biologie heute war nicht mehr tun.
00:09:33: Das überhaupt zu unterscheiden oder zu trennen so großartig weil's einfach eine Interaktion ist und auch ein System ist noch nicht so.
00:09:39: aber man muss vorsichtig sein.
00:09:41: was ich sagen wollte vorhin nach oder was ich schon angedeitet habe, Gefühle.
00:09:46: Man tut jetzt beim Gegenüberstehen oder so immer das Haus kaufen oder du besichtigst der Wohnung und gehst eh nicht.
00:09:52: Und du sagst, dass dieses oder jenes Bachgefühl erstens kommt?
00:09:54: Das war angenehm oder nicht angenehmer?
00:09:57: Dann heißt es nicht unbedingt zuvor, dass dir dieses Fachgefühl über diese jetzige Situation informiert.
00:10:03: also da jetzt wirklich real, wo's da gerade ist passt, was nicht.
00:10:07: Sondern es kann sein, dass er ein Vorurteilsspeich ist.
00:10:10: Also das ist ja für eine vergangenen Erfahrung bezieht.
00:10:13: Da ist wird irgendwas herinnern, irgendein Geruch, ein Boden, ein Muster im Boden... Es ist völlig egal was, das ist völlig unbewusst subliminal oder so?
00:10:22: Was irgendwie vertraut ist in irgendeiner Form und dieses Gefühl macht.
00:10:25: Und das kann etwas Gutes gewesen sein oder was Schlechtes.
00:10:27: Das ist relativ egal was damit assoziiert wird von dem System.
00:10:30: Dies ist deswegen wichtig weil wir müssen ganz oft Dinge tun trotz einem schlechten Gefühl Und das kann scheiß sein.
00:10:37: Weißt du was ich meine?
00:10:38: Da müssen wir vorsichtig sein, weil das kann man niemand... Ich glaube es zumindest niemanden.
00:10:42: Das sage jetzt so ganz arg.
00:10:44: Ich glaube niemanden, das sagen viele Menschen gerne.
00:10:47: Mehr gefühlt hat mich noch nie verlassen auf mehr Bach, für kann ich mir immer verlassen.
00:10:51: Das glaube ich nicht.
00:10:52: und dass er immer nur das Bachgefühl war, ist glaube ich auch nicht ganz.
00:10:54: Also man muss da, was ihr sagen wollt, ich plädiere dafür, dass wir damit leben müssen, dass wie garantiert keinen ganz hundertprozentig sicherem Kompass in uns tragen.
00:11:06: Man nimmt mich so entscheidend aufgrund dieser Empfindung, dann wird es gut.
00:11:10: Das haben wir sicher nicht!
00:11:11: Also dazu sind unsere Leben auch viel zu auf, ob, wo man bei solchen Dingen irgendwann draufkommt... Oh Scheiße!
00:11:18: Was du meinst?
00:11:19: Also das
00:11:20: haben wir nicht.
00:11:20: Aber mir hätten die so gern natürlich.
00:11:22: Wir hätten gerne diesen siebten Sinn, wo ich dann alles sich durchschiffen, weil ich immer den richtigen Kopf habe.
00:11:29: Das spürt mich
00:11:30: auch.
00:11:31: Ja und es ist sicher dann im Nachhinein natürlich wenn eine Situation gut ausgegangen oder man gerade in der Phase ist, wir nehmen nochmal das Beispiel Beziehung, läuft gerade gut.
00:11:42: Wir sind gerade in dieser Phase wo wir die Entscheidung als Gut bewerten interpretiert man vielleicht oder hat eher den Filter und Blick darauf, mein Gefühl hat es mir sofort gesagt.
00:11:53: Während man wahrscheinlich wenn man die Personen ein paar Jahre später fragt wo die Beziehung gerade auseinandergegangen ist, wird sie vielleicht erinnert sich dann an ihr Bauchgefühl gar nicht mehr?
00:12:03: Oder wäre auch spannend wann wir quasi diesen Stolz oder diese Bestätigung im Bauch gefühlt suchen und wann wir gar nicht daran denken weil ich denke ständig was hat.
00:12:18: Wir treffen ja nicht viele Entscheidungen am Tag und trinke ich jetzt den Kaffee oder nicht, da ist mein Bauchgefühl nicht mit an
00:12:24: Bord.".
00:12:24: Das hast du vorgekommen in der Rechte und Bauch-Gefühle ist deswegen auch gut so gut wie du das eingangs gesagt hast weil was sie beim Bauch Gefühl ausdrückt ist dass Gefühle sind per se ihr Körper Und weil Gefühle per se Körper sind, also Körperempfindungen sind.
00:12:39: jetzt glauben wir ihnen mehr.
00:12:40: Weil es natürlich viel stärker ist und für körperlich, intensiv, unübersehbarer oder überhörbarer ist, wenn stark geworden ist im Sinne eines Effekts oder einer starken Emotionen.
00:12:50: Das Gefühl ist ein Körper und das Glauben hat ein Swara-San.
00:12:54: Aber ich würde es nicht so sagen, das wird man heute sicher in der Neurobiologie nicht mehr tun.
00:12:58: Dass man dieses Gefühl über dieses Denken stellt.
00:13:01: im Sinn von einem Denken kannst du nicht wirklich was geschätzt kommen weil ein Denken ist nur Denken und das Gefühl muss die verlassen.
00:13:08: da wäre er sehr vorsichtig.
00:13:10: Ja ja auch das bedienen vielleicht auch so ein bisschen Du hast es öfter schon erwähnt Ich finde das für einen schönen Ausdruck unser magisches Denken Das ist irgendwie so... Ein Gefühl ist natürlich immer ein Stück weit diffuse oder nicht zugreifbar und kann man vielleicht interpretieren.
00:13:26: Es ist alles notwendig, es ist alles richtig und gut weil wir haben halt nur diese Systeme zur Verfügung um durchs Leben zu schiffen sozusagen und das sind heute mehr oder weniger genau und das sehen wir ja alle.
00:13:40: also wir werden da niemanden treffen der auch zugehört ist und sagt weile mit zwanzig Jahren hat er dafür gebraucht so viel zu holen waren die letzten sechzehntig Jahre alles was ich getan und entschieden habe immer richtig und war.
00:13:50: dann hat sich herausgestellt Liebe Friede Eierkuchen, das ist ja nett.
00:13:54: Das können wir nicht beobachten.
00:13:56: D.h.,
00:13:56: wir sind einfach auch gut daran gehalten dass wir das Bauchgefühl nicht immer als verlässlichen Berater für Entscheidungen sehen sondern dem auch ein Stück weit misstrauen dürfen.
00:14:06: oder anders formuliert dass man vielleicht es als Kompass verwenden kann um zu schauen auf eine Pferde zu kommen was vielleicht dahinter steckt hinter einem Gefühl, welche Erfahrung oder vielleicht Sorge oder Angst oder Wunsch- oder Sehnsucht.
00:14:24: Dass dieses Paket die spannende Reise wäre und nicht ausschließlich der Impuls ja oder nein von einem Gefühl?
00:14:31: Genau!
00:14:31: Und oft müsste man vielleicht sogar eben das habe ich schon gesagt Dinge tun die sind nicht gut anfühlen.
00:14:36: also es kann auch sehr wichtig sein.
00:14:39: Das fühlt sich nicht angenehm an weil es kann oft sogar sein dass wir müssen sagen Wir haben so Muster sozusagen in uns, nicht so Prozessmuster.
00:14:48: Wie wir denken wie wir leben, wie man fühlen, wie wir was einordnen Beziehungen die immer gleich gestalten und so weiter.
00:14:53: Und manche Leute in der Therapie gehen leiden oft unter diesen Mustern.
00:14:57: Man hat so Musters die vielleicht alleid erzeugend sind.
00:15:00: Nicht günstig sind.
00:15:01: Also die werden leicht eifersüchtig oder jezornig oder ich weiß es nicht also so Musta die heute vielleicht dann nicht mehr angenehm sind.
00:15:08: Und so ziemlich alles was diesem Muster entspricht... ...was dieses Muster stabilisiert wird sich gut auffüllen.
00:15:13: zuerst
00:15:14: Warum eigentlich?
00:15:15: Da muss ich kurz... warum fühlt sich das dann gut an, wenn ein Muster... Stabilisiert
00:15:20: wird.
00:15:20: Ja,
00:15:21: warum uns das ein gutes Gefühl gibt und nicht sofort vielleicht diese Warnung auftaucht in uns, wenn es erst ein negatives Muster ist.
00:15:29: Muster die man so hat, die man manchmal von sich kennt und die unsere heute auch mit der Zeit nicht mehr gut tun und selber oder anderen nicht vielleicht.
00:15:37: Aber so Muster sind vom System her gelernte Art und Weisen mit dem was ist umzugehen.
00:15:45: Ob es sich dann gut ausnimmt oder schlecht, das ist nicht so wichtig.
00:15:49: Aber ein System geht davon aus, so bin ich in Sicherheit, so passt's nur so kann ich tun sozusagen, also wie eine Alkoholik oder so.
00:15:56: Also so eine Art Überlebensstrategie für eine gewisse Situation?
00:16:01: Richtig!
00:16:02: Das System muss irgendwie stabilisieren.
00:16:04: Alles was die Psyche durch dieser Lösungsversuch... Die sucht beim Suchkranken, die einversucht beim Einversüchtigen.
00:16:10: Egal was, man kann sagen jedes psychische Symptom oder jede psychische Erscheinungsweise, die uns vielleicht auch nicht angenehm erscheint ist eine Lösungsversuch der Psyche.
00:16:18: Aber das ist nicht angnehm.
00:16:20: Aber es vielleicht sogar schädlich ist mit der Zeit.
00:16:22: Aber die Psycher versucht etwas zu lösen und alles was in diesem Muster passt wird oft zerst auch als positiv beurteilt werden.
00:16:30: Zum Beispiel bei mir in der Praxis jemand sagt, jetzt ist es vielleicht doch gelähnt Weiß ich nicht, ob das ein Problem ist oder ein Thema.
00:16:37: Und dann sagt man, meine Mutter und meine Frau sind sicher.
00:16:43: Aber das fühlt sich gut an!
00:16:47: Dann bleibt man da trotzdem ein bisschen dabei bei dem Thema.
00:16:50: Wir würden schon sagen, okay, das fühlst sich gut auf, aber hier braucht man nichts
00:16:54: hinzuschauen.
00:16:55: Wenn sie Dinge gut anfühlen muss man oft... Ganz genauer hinschauen.
00:16:59: Ist es so, was ist da genau?
00:17:01: Wie ist die Beziehung?
00:17:02: Was passiert da wieder?
00:17:03: Soll ich sagen... Die Therapeuten auch beraten diese vom Gläten geäußerten guten Gefühle auf die Sine durchs Grabmesser nehmen okay dort passt.
00:17:12: Da braucht man nicht hinschaunen, weil er gute Gefühlen hat.
00:17:15: Das führt sich richtig an und stimmig an also passt's.
00:17:17: Weil das
00:17:18: ja auch eine Art Komfortzone ist.
00:17:20: Genau, richtig!
00:17:21: So kann man sich das auch vorstellen, genau.
00:17:23: Unser Psyche
00:17:24: ist ein ziemlich lauter Werk.
00:17:26: Ich kenne den Begriff gewohnte Hölle.
00:17:29: Der hat mich mal so fasziniert, weil eben jetzt, weil du vorhin auch dieses Beispiel genannt hast mit sehr toxischen Beziehungen oder so und da hat irgendjemand bei dem Begriff ... Die gewohnte Hölle, man wählt gern die gewohnten Hölle.
00:17:42: Weil die ist zumindest berechenbar.
00:17:45: da weiß man was passiert und was kommt.
00:17:47: in dem habe ich das.
00:17:49: wird es genau das bestätigen was du gemeint hast.
00:17:51: Da hab' ich eine Landkarte wie ich mich auf diesem Mienenfeld bewegen muss.
00:17:57: alles andere wäre neu.
00:17:58: Genau und wichtig ist dass du jetzt sagst da hab' Ich eine Land Karte Und das klingt jetzt so, ich hab's, die Langkarten, ich mach's.
00:18:06: Also ich tue die, sie kennt das jetzt auch mal mir nix dir nichts anders machen.
00:18:11: So ist es bei Weitern nicht jeder der an solche Themen dran gewöhnt und Muster den vielleicht ein wenig belasten mit der Zeit und wie wir die ändern wird merken, wie wenig er damit willenskraftt und tu ich halt anders machen kann weil das ganze Nervensystem sozusagen doch viel schneller und mächtiger ist und eingespürt ist auf diese scheinbar stabilisierenden steinbar sicherheitgebendem Muster.
00:18:32: Und jetzt fühlt sich alles, was in das Muster ähnlich passt, relativ schnell gut an.
00:18:35: So zuerst einmal.
00:18:37: Und darum ist es wichtig, dass man vielleicht oft Dinge tun, die sich nicht richtig anfühlen zu erst einmal oder nicht gut.
00:18:44: Weil man sie da vielleicht auf einem Prozessmusterwechselweg begibt, sondern sagen dann... Sehr
00:18:48: spannend!
00:18:50: Wenn man vielleicht sagt, naja, jetzt lernst du einen keiner der entspricht überhaupt nicht den Typ aus und das fühlt sie so auch gar nicht stimmig an wie bei anderen, weil's vielleicht interessanter wird dabei zu bleiben.
00:19:02: Weil vielleicht, da war es.
00:19:07: Da fallen mir jetzt gleich so viele Wörter wieder ein die ich sofort dann aufschreiben muss und in das Glas füllen.
00:19:13: Da popt ganz viel auch in meinem Kopf was wir besprechen müssen.
00:19:16: aber jetzt abschließend noch... Was machen wir jetzt nochmal mit dem Bauchgefühl?
00:19:20: Jetzt wissen wir dass es nicht unbedingt immer die beste Wahl ist im blinden Nachzug geben.
00:19:27: Was tun wir jetzt am besten?
00:19:28: damit sollen wir drauf hören.
00:19:31: Also das ist ja schon einmal sehr super, wenn man es Bach gefühlt wahrnimmt.
00:19:35: Das ist also schon mal viel geschehen, wenn du es überhaupt wahrnimmst als Jerns Hob und die kann ja sozusagen versuchen bei dem Gebauchgefühl ein wenig zu bleiben, wenn ich es habe, den ein bisschen Raum zu geben und die muss ja nicht sofort entscheiden.
00:19:48: Handelt jetzt dem gemäß und je nachdem was es geht.
00:19:50: jetzt, weiß ich auch nicht mehr was es gibt.
00:19:52: Aber vielleicht ist wichtig dies.
00:19:54: Wenn sich das Bachgefühl gut oder schlecht angefühlt hat, denkt man in dass wir dann auch bereit sind, sie nicht zu stark mit dem Ergebnis zu identifizieren.
00:20:04: Also auch wenn ich jetzt sage, das Bachgefühl war gut und die Tute ist dann was ich da immer tue oder den Chat ist dann, was ich mein Stein soll... Und es geht dann doch in die Hosen, weil sich dann nicht so enttäuscht bin.
00:20:16: Dass ich einfach sagen kann, der Bachgefühle ist eine Fuchsgeschichte wie mit einer rationalen Analyse.
00:20:22: Vielleicht sind wir eingeladen zu einem etwas homoaforellen, spielerischeren Umgang auch mit so was.
00:20:27: Wir haben natürlich diese tiefe Sehnsucht, das ist klar und das ist verständlich und wir brauchen es im Überleben, dass man da so ein fixes Radar hat.
00:20:34: aber das haben wir leider nicht.
00:20:36: Das stimmt ja!
00:20:37: Und also über jetzt eher vom Ergebnis her, dass ich sage, jetzt habe ich eher so gut's Bach gekauft und jetzt gehts in Tosen an.
00:20:44: Kruze fix, was ist mit mir los?
00:20:45: Jetzt kann ich mich auch nicht mehr verlassen.
00:20:47: Oder vielleicht bin ich noch gar nicht so gut im Bauchgefühl fühlen.
00:20:50: Vielleicht muss ich noch ein Seminar machen oder ein bisschen besser ... Sondern ich würde oft sagen, na ja, weil es eine Fuchtgeschichte ist und dann hast du überhaupt keine Garantie.
00:21:05: Bei mir war mein Mann da, dass er einen wichtigen Entscheidangang hat.
00:21:08: Das ist einfach nur einer großen Tragweite!
00:21:10: Und das wollen wir in so einem Fall irgendwie, jetzt irgendeine Gewissheit, dass ich sicher weiß wie mich entscheidet was ist richtig soll sagen.
00:21:17: Wo führt's dann hin zum Guten?
00:21:19: Und das kriegst du nicht!
00:21:20: Das kriegts nie!
00:21:21: Im Gegenteil... Ich hab jetzt irgendwelche Indikatoren die mir so eine Gewisszeit verschaffen, dass sie dann weiß wenn ich mich so entscheide, dann wird es genau so, so,so,so.
00:21:29: Ja
00:21:30: nein im Gegenteils finde oft sehr weitreichende Entscheidungen gehen einher mit extrem viel Unbehagen Und Unsicherheit und Unbequemen,
00:21:41: Gefühlen
00:21:42: und Radlosigkeit und Ängsten.
00:21:45: Da kommt doch immer alles hoch.
00:21:47: Man wird sich für was entscheiden müssen links oder rechts und dann mit dem Ergebnis insofern einverstanden sein.
00:21:52: nicht ich freue mich dass das schlecht geworden ist sondern es kann nicht anders sein weil das Leben besteht aus ungewissheit, unsicherheit, Unklarheit, Nicht-Kontrollierbarkeit.
00:22:03: Das ist Leben.
00:22:04: Und nicht schwarz weiß und nicht richtig falsch?
00:22:07: Genau!
00:22:07: Das wäre eher für mich so, dass ich das aus meiner Sicht sage.
00:22:10: Ich habe den Bachgefühl gut oder schlecht und ob das unbedingt zu der richtigen Gradmesser war, dass es jetzt dann gut oder schlecht werden muss.
00:22:18: Das haben wir nicht.
00:22:20: Nein, es ist vielleicht auch einfach eine Einladung an dem Gefühl, sich selbst dranzubebleiben um es immer wieder abzugleichen und zu schauen verändert er sich oder sagt es jetzt was anderes?
00:22:32: Spielerisch ja.
00:22:35: Du wirst das nämlich nie lückenlos klären können, was ich dir erst gesagt habe.
00:22:40: Ihnen schauen, informiert mir dieses gute oder schlechte Bachgefühl jetzt da in dem Moment.
00:22:44: In der Situation über die tatsächliche Begebenheit hier jetzt über was?
00:22:49: Oder informiert es mich über mein Vergangenheit?
00:22:51: Das wird nicht ganz klären können.
00:22:53: aber auch da ein bisschen dran zu bleiben, schaut nicht wenn man Zeit hat und dann würde ich mir eher sozusagen wäre ich nicht so versessen auf Ergebnis das dann so und so werden muss.
00:23:04: Das ist sowieso der sicherste Weg, dass man unglücklich wird.
00:23:08: Von mir sehr verehrter Psychologe hat immer gesagt die Erzählungen in unserer Kultur, dass sie im Leben darum geht glücklich zu werden – und das wollen wir mit dem Bach gefühlen!
00:23:16: Wenn Sie auf irgendetwas hundertprozentig verlassen können, dass wir immer das Richtige scheiden und dann sind wir glücklich.
00:23:21: Dann geht es uns gut.
00:23:22: Und er hat so gesagt diese Erzählung, dass ich im Leben daran gehe glücklich sein, ist der sichereste Weg um unglücklich zu werden?
00:23:29: Ja, interessant.
00:23:31: Sehr nett!
00:23:32: Das hat doch gut geklappt?
00:23:33: Das war doch ein schöner Tanz.
00:23:35: Spannende, eigentlich.
00:23:36: Mit dem guten Klassel oder was?
00:23:37: Ja es ist tatsächlich einen guten
00:23:39: Klasse.
00:23:39: Wirklich?!
00:23:42: Du weißt ja so viel Gurken immer.
00:23:43: Was hast du gemacht?
00:23:44: Ja ich liebe Essigurken.
00:23:45: Maria gestern hast glaube ich auch Zöde am Telefon und du weißt jetzt nur Hortkochtseimeg-Gurkahl.
00:23:51: Und manchmal wenn der Kühlschrank gut gefüllt ist dann wickelt dich um das Essigurgal noch eine Scheibe schinken
00:23:59: Und manchmal
00:24:01: auch noch einen Tupfensenf an ganz wilden Dagen.
00:24:04: Wenn das Bauchgefühl sagt jetzt
00:24:05: ...
00:24:07: Ganz wild, Alex!
00:24:10: Dann wird es ganz wild.
00:24:11: ja aber Essigurkel sind großartig.
00:24:13: Ja warte Ihnen vielen lieben Tag und auch für die Idee dass man uns schreiben kann einfach auf unseren Social Media
00:24:19: Kanal.
00:24:21: Wir nehmen auch einzelne Wörter ab sofort auf.
00:24:24: Man muss gar keine Nachrichten schreiben.
00:24:28: Einzelne Wörter oder Redewendungen bin ich auch über sehr interessante
00:24:32: gestolpert,
00:24:33: also das sind so gute Impulsegeber da kann sich dann entspannen dieses Gespräch entspinnen.
00:24:38: Wunderbar!
00:24:38: Genau super.
00:24:39: ja, so dama!
00:24:40: Ja, dann lieber mal den herzlichen Dank fürs plaudern
00:24:43: und
00:24:43: danke für's Zuhören.
00:24:45: und bis zum nächsten
00:24:47: Mal!
00:24:47: Bis zum nächsten mal!
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