#2 TRIGGER

Transkript anzeigen

00:00:07: Der Podcast mit dem Psychologen Martin Brein und mit Redakteurin Alexandra Ludwig.

00:00:21: Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Cocktail & Käsepapel-Tee.

00:00:27: Psychologie ohne Couch.

00:00:28: Hallo Martin!

00:00:31: Das

00:00:31: hat es gekracht in deinem Hintergrund.

00:00:33: Ja, ich glaube der Kostenfalt zu haben oder?

00:00:36: Vielleicht spuckt's bei mir schon.

00:00:37: Kann ich mir gut vorstellen dass da so einige Geister gibt die dich heim suchen.

00:00:42: Was glaubst

00:00:42: du?

00:00:43: Siehst du jetzt dann die Halloween ... Halloween?

00:00:45: ja sicher!

00:00:45: Halloweenzeit haben wir.

00:00:47: das würde ja passen Martin.

00:00:50: Ich will gleich einsteigen und wieder meinen Glas zur Hand nehmen um uns einen schönen Begriff zu ziehen.

00:00:57: Ich hoffe du bist für alles gerüstet.

00:01:00: Schauen wir mal, dann sehen wir schon.

00:01:02: So

00:01:02: ist es!

00:01:03: Was haben wir da heute schönes?

00:01:04: Das habe ich sehr eng zusammen gefaltet.

00:01:07: Ah!

00:01:09: Unser heutiges Wort lautet Trigger.

00:01:12: Ui!

00:01:13: Nicht Tiger-Trigger.

00:01:15: Ja ja, Trigger mit zwei... Wie heißt das denn Grimm?

00:01:17: Schreibt man's mit Zwei G oder Trigger?

00:01:19: Ist glaubst du, ich hab das Wort falsch geschrieben?

00:01:21: Nö!

00:01:24: Ja, mit Zweig.

00:01:27: Dieses Grundmisstrauen, das wäre auch mal ein schönes Wort.

00:01:30: Misstrauen

00:01:33: hier.

00:01:34: Also Martin Trigger... Ich muss ja gestehen mich triggert dieses Wort allein schon weil ich finde dass es sehr inflationär angewandt wird also dass man das anstelle von man ist von etwas genervt schnell sagt

00:01:48: ah das triggiert mir!

00:01:50: Der Geschirrspüler

00:01:50: ist falsch eingeräumt oder zwetter?

00:01:52: ach das trickt mich.

00:01:54: aber

00:01:55: Das ist ja eigentlich nicht mit diesem Wort gemeint.

00:01:57: Nein, ich

00:01:58: glaube nicht!

00:01:58: Mir ist das natürlich als Notfallpsychologe vertraut.

00:02:02: Natürlich aus der Notfallpsychologie oder auch bei Trauer und natürlich gibt es viele Trigger.

00:02:06: Weil eigentlich hast du Trigger so was wie Auslöser oder so.

00:02:09: Es löst etwas aus in mir...

00:02:11: Kann man das erklären?

00:02:13: Also erst für die, die vielleicht auch unabsichtlich das Wort Trigger immer falsch angewandt haben.

00:02:18: Ist es ein psychologischer Ausdruck?

00:02:20: Ja ja ich glaube dass er primär aus der Traumatologie kommt, aus der Psychotraumatologie weil man ja war's Leute ja echtes Traume erlebt haben also posttraumatische Belastungsstörung.

00:02:33: da können dann verschiedene Ereignisse verschiedene Umstände später sozusagen Auslöserretzer sein für so Wiederhalberinnerungen.

00:02:42: Also dass man, zum Beispiel das ist vielleicht Klassisch-Psychotraumatologie.

00:02:46: Mir hat mein Mann erzählt der war ein wenig was anderen bei mir mal in der Praxis aber nicht wegen dem.

00:02:52: Aber er hat vor Jahren einmal einen Unfall gehabt mit einem Auto und dies ging am Baumkrauch von Gas um.

00:02:59: Ich war angeschnauend und habe dann mit einem Koffer, so ein Schleitertrauma-Pumper zurück auf die Nacken stützt.

00:03:10: Er war nicht alt schon verletzt aber schon hühen.

00:03:13: Und nach den Umfällen, Wochen, Monaten danach hat es öfter sein können, dass er wo sitzt oder irgendwas tut oder gar nichts.

00:03:20: Ich habe der Panik getragen und fühlte sich so in Todesangst wie bei dem Unfall momentan.

00:03:27: Das war auch todesangsmoment logisch, der Krocks gegen den Baum, ich glaube er war ein leicht engler und Panik und Todes angst und extreme Hüflosigkeit.

00:03:37: Und dann ist er damals, ich glaub sein Arzt war das, der so ganz spezialisiert war auf Traumatisierungen, auf so akute Traumatasierungen sowie da... Dann musst du dir vorstellen, wir haben es da aussergefunden bei zwei oder drei Szenen wo er diese Panikartakme bekommen hat.

00:03:52: Die letzte war mit einem fremden Kaffeehaus, sitzt im Gosskörten.

00:03:56: die Könnerin bringt glaube ich eher mein Esskafe und hier ist der Saftdacht.

00:03:59: Wamm!

00:04:00: Und dann sind sie dem ganz genau nachgegangen.

00:04:03: Was war da?

00:04:04: Er hat dann genau den Vorgang geschüttet wie die Könnere in den Esskafen herstellt.

00:04:09: was hat er da?

00:04:10: Schritt für Schritt?

00:04:10: und dann sind's drauf gekommen.

00:04:12: Die S-Cafe ist so Strohhäume gesteckt und du kennst die Strohhalme, die man umknicken kann.

00:04:18: Ja.

00:04:18: Die haben so eine Wellen, also so Rillen, das kannst du zu knicken.

00:04:24: Genau!

00:04:25: Und Achtung, das macht beim Knicken ja so... Das macht so ein Geräusch so irgendwie leicht wenn du es genau hinhörst, das Plastik ist so drrrt.

00:04:35: Genau.

00:04:35: Und dies dürfte der Auslösereitz gewesen sein für die Paniker da, weil er sich dann erinnert hat wie er gegen einen Baum gefahren ist ist er mit dem Shell führte zurück auf die Kopfleine.

00:04:47: Und dabei hat es genauso gemacht im Genick in den Knochen und für ihn war in dem Moment klar, da im Auto gegen ein Baum knallend.

00:04:55: jetzt ist das eine Gewährschnittgelände.

00:04:57: Das wurde auslösereiztagend!

00:05:00: Okay.

00:05:01: Wo man eben bis zu dem Moment, wo man dem nachgeht im besten Fall therapeutisch begleitet einfach gar nicht weiß was der Auslöser für ein negatives Gefühl oder eine Panikattacke oder Backflashes Erinnerungen ist.

00:05:14: das heißt es ist so tief eingekraben in die Erinnerung oder in dem Unterbewusstsein weil das ist ihm ja in dem Moment auch nicht so bewusst gewesen das Geräusch.

00:05:24: Was er stark triggern kann sein.

00:05:25: Gerüche also Gerüche und Emotionen sind ohnehin aufs Ängste gekoppelt.

00:05:31: Das dürfte vermutet man evolutionsbiologisch den Grund haben, weil der Geruchssinn ist – ich glaube das man so sagt – der Überlebenswichtigste Sinn eigentlich!

00:05:43: Weil wenn's nicht mehr riechen kannst dann wird es mit der Ernährung schwierig.

00:05:46: Das hat man gesehen bei Corona?

00:05:47: Wenn du heute in der westlichen Welt da jetzt wo wir leben unserer verweichlichsten Luxus wird… Da ist es ja mal vielleicht... Aushaltbar oder auch Überlebbar, wenn ich nicht riechen kann.

00:05:58: Weil die davon nass gehen kann, wann ich mal Jogger kaufe oder sonst dass das in Ordnung ist und nicht schlecht ist.

00:06:03: Aber die letzten Jahre Millionen war es ganz wichtig genau zu riechgen ob was gut ist oder nicht.

00:06:08: Und der Geruchssinn dürfte deswegen so eng mit der Emotion gekoppelt sein weil du kannst den Geruchsinn nicht ausstüllen.

00:06:16: Ich kann zum Beispiel hergehen und sagen, ich holt mir die Uhren zu, ich hole mir die Augen zu... Aber du kannst nicht reichen, weil es da müsste aufhören zum Schnaufen.

00:06:25: Das ist interessant!

00:06:27: Wahnsinn ich überlegert also wenn der so tief sitzt und das so subtil daherkommt wie jetzt bei deinem Beispiel.

00:06:35: hat man als Betroffener überhaupt eine Chance dass für sich irgendwie aufzulösen indem er es zuordnen kann oder braucht er ja eigentlich schon wahrscheinlich Begleitung professionelle, dass er es zuordnen kann.

00:06:50: Das Interessante ist was passiert dann?

00:06:52: Wenn er eine Panikartage kriegt, dann ist das ja so eine starke Auswirkung, dass der Leidensdruck enorm hoch ist, dass man davon ausgehen kann, dass sich Hilfe sucht vielleicht auch mit der Frage keine Ahnung was mit mir los ist aber das ist mein Gefühlszustand.

00:07:07: Dann kommt man im besten Fall drauf.

00:07:08: in vielen Fällen ist die Reaktion vielleicht gar nicht so massiv sondern wird wütend oder fühlt sich einfach nur unwohl.

00:07:19: Wie kann man denn dann draufkommen, dass es einen Trigger dafür gibt?

00:07:24: Der mich so fühlen lässt.

00:07:26: Das weiß ich nicht, ob wir das gänzlich schaffen könnten.

00:07:28: Das passt jetzt eigentlich ganz gut für mich zu unserer anderen Folge der letzten Folge Bachgefühl weil im Prinzip könnte man sagen auch beim Thema Du meinst jetzt, du hast es jetzt nicht mehr gemeint im Zusammenhang mit dem Traum.

00:07:43: So wie das Beispiel umfasst und generell wann uns was ärgert der Formel oder wer ärgerte uns nicht?

00:07:48: Das haben wir oft als den Slacking über vielleicht ein wenig so und so fühlen.

00:07:52: Und wissen vielleicht nicht genau warum... Da könnte man auch sagen, das ist ein Trigger und so wird der verwendete Begriff.

00:07:57: Die Trigger da sind mir.

00:07:58: Weil die erinnert mich an meine Mutter oder so, aber die Trigger dort sind mir

00:08:01: nicht mehr.

00:08:02: Ich weiß gar nicht ob wir es dann nur Trigger nennen, so wie wenn man das zu bewusst zugänglich ist... Das

00:08:06: habe ich mir jetzt auch gedacht weil du gesagt hast Mutter oder sowas, im besten Fall ist das ein gutes Verhältnis!

00:08:11: Und wenn man sagt okay, da wird man auf eine emotionale Zeitreise geschickt ausgelöst durch irgendeinen Sinnesreiz vielleicht dem Geruch vom Apfelkuchen von der Mutter?

00:08:21: Dann muss das ja nicht immer negativ sein.

00:08:23: Und Trigger ist für mich zumindest oft sehr negativ.

00:08:29: Wie soll ich sagen, das sind die Konsequenzen oder die Gefühle, die man dann hat, die ausgelöst werden eher negativ?

00:08:36: Es ist auch ein Moderbegriff natürlich, und wenn ein Begriff so modern ist wie vielleicht Trauma oder Stress oder Depressiv.

00:08:44: Wenn also inflationär verwendet wird dann ist er meistens seiner eigentlichen Bedeutung beraubt.

00:08:49: das sehen wir für viele Begriffe.

00:08:50: diese inflationären kommen aber nur zum Bachgefühl.

00:08:54: Man könnte sagen, wenn man sagt, dann bin ich da eingegangen oder habe die Wohnung gesehen.

00:08:58: Oder der ist vor mir gestanden und das war das erste Gefühl, dass ich gehabt habe.

00:09:01: Das Bauchgefühl haben wir ja letztes Mal besprochen.

00:09:04: Informiert mich wahrscheinlich auch viel eher über was vergangen ist bei mir oder in mir als über die Situation gerade jetzt.

00:09:11: Und vielleicht klingt etwas Vertrautes im Jahr, ein Geruch, irgendein Bild.

00:09:16: Ist ganz egal es kann alles möglich sein und das fühlt sich gut an!

00:09:19: Oder es wird sie nicht gut haben, aber auch was Vergangenes vertraut ist.

00:09:22: Was aber nicht schön war auslöst.

00:09:23: Das ist mein Prinzip könnte man vielleicht sogar sagen.

00:09:26: und das Bachgefühle Trigger ist auch so etwas in der Art.

00:09:30: Ja oder eigentlich ist ja unser ganzer Alltag, unser Leben ein einziges Minenfeld an Auslösern für unterschiedlichste Gefühle.

00:09:39: Du sagst auch sehr gern, dass diese Einordnung die wir oft sehr reflexartig und sehr bedenklich anwenden in gut oder böse angenehm unangenehm das auch grundsätzlich zu hinterfragen ist.

00:09:53: Genau, genau.

00:09:54: Und der Trigger ist so, die passt dieses Nervensystem da hoch, die so gescheit.

00:09:58: Das ist schlau, damit man Orientierung haben würde.

00:10:01: Gut schlecht pass, passt nicht angenehme, nicht anganehme und so manipulieren wir uns dadurch.

00:10:05: Das passt ja genau zum letzten Mal durch die Welt.

00:10:08: Ja, man muss vielleicht auch für sich mehr sich ins Bewusstsein holen.

00:10:12: Dass wir ja nicht ausgeliefert sind unbedingt außer ich schließe jetzt einmal dieses schwere Trauma aus wo einfach das Unterbewusstsein dann so massiv hochfährt und die Reaktion auslöst sondern erst wenn wieder so in die softere Alltagswälder enttauchen.

00:10:31: Also meine Reaktion ist ja nicht unbedingt ein Reflex, sondern ich habe auch immer ein Stück weit die Wahl inwieweit ich mich triggern unter Anführungszeichen lasse oder auch nicht.

00:10:43: Mir kommt es manchmal und das hab' ich eingangs gemeint mitmich triggered das Wort per se schon so bzw der inflationäre Umgang damit dass ich manchmal den Eindruck bekomme spielt man die eigene Verantwortung so weg, weil ich werde ja getriggert von diesem oder jenen Verhalten.

00:11:02: Also ich kann ja gar nichts dafür, dass ich es wütend

00:11:05: bin!

00:11:05: Das wäre auch bei der Traumageschichte an der Weg, Kontrolle hineinzubekommen.

00:11:10: Dass das System zunehmend lernt und dass dieser Auslöse-Reiz keine Gefahr mehr bedeutet wie dieses Stroh im Knick zum Beispiel.

00:11:18: Ich bin jetzt zwar nicht ganz sicher aber ich glaube, dass man es in der Psychologie nennt Extinktion, also Löschung quasi so in der Wart.

00:11:24: Dass man das überschreibt oder zumindest überschreift.

00:11:27: Löschungen kann man nix.

00:11:28: Was hier noch mal drin ist, ist drinnen.

00:11:30: Aber dem Nervensystem sozusagen langsam lernen langsam daran zu gewöhnen, dass dieser Reiz jetzt da kein Gefahr mehr bedeutet.

00:11:40: Man hat ja auch schöne Träger nicht zum Beispiel Gerüche oder was.

00:11:46: Was das bei mir z.B.

00:11:47: weiss ich nicht mehr so weit ist.

00:11:48: Ein totales...

00:11:50: Ich weiß, was es jetzt kommt!

00:11:51: Jetzt kommt Essen?

00:11:53: Ja sicher.

00:11:54: Nur Essen, laugisch.

00:11:56: Ich kenn dich schon gut.

00:11:56: Du kannst sonst ein gutes Gefühl machen.

00:11:59: Ja, sicher.

00:12:01: Aber es haben wir einen starken Geruch.

00:12:03: Genau, ich weiß es nicht.

00:12:04: Weißt du was lustig ist?

00:12:07: Wir haben es immer schon ausgelacht beim Rohnkreuz früher und so war ich mit Leuten zusammen die mich halt schon lange kennten und man miteinander Tage verbringt und miteinander isst oder so.

00:12:15: Ich hab' die totale Angewohnheit... Das wollt mir selber gar nicht mehr auf.

00:12:20: Weiß nicht ob's nur mir geht, ob das andere auch kennenl.

00:12:22: Ich rieche überall!

00:12:24: Also wenn ich jetzt zum Beispiel heimgehe und mache Joghurt auf Riechen, oder wenn ich was vor mir habe.

00:12:30: Und dann schneide ich mal etwas an und rieche es erst einmal.

00:12:32: Oder ich weiß nicht, die riecht über das Herz.

00:12:34: Wenn dir

00:12:34: jemand gefällt, gehst du mal hin?

00:12:35: Gehen

00:12:35: wir hin, riech mal hin!

00:12:37: So wie die Hund auf der Strasse rein.

00:12:39: Aber ja, ja, das ist...

00:12:41: Das hab' ich dich rausgebracht wegen dem Essen.

00:12:43: Du wolltest irgendwas sagen.

00:12:44: Ja, na na.

00:12:45: Das ist bei mir ganz stark als Kind Weihnachten.

00:12:48: Es ist eine Huhu-Mozernale Geschichte.

00:12:54: Ganz stark Brotwürstel mit Saargrad.

00:12:56: Das war bei uns Weihnachten bei uns gewesen, da ist um fünf bis sechs Uhr auf der Nacht und die Brottwürstel abrasselt worden.

00:13:04: Und wenn ich das heute rieche, bin ich komplett in diesem Weihnachtsgefühle.

00:13:10: Schön!

00:13:11: Und das kann natürlich positiv und negativ aufgeladen

00:13:13: sein.

00:13:15: Weil wenn jemand eher traurige oder schlechtere Erinnerungen an Weihnachten hat, wo es vielleicht auch Bratwürsteln mit Sauerkraut

00:13:22: gab,

00:13:23: würde dieser Geruch natürlich eher trauerig oder unangenehm

00:13:26: gefügt werden?

00:13:27: Genau!

00:13:27: Natürlich!

00:13:28: Da hat man gerade Kucht daheim ein Brotwurstel mit Saargrad und die Polizei bebringt die Todesnachricht.

00:13:34: dann wird der Geruch sehr wahrscheinlich was anderes machen.

00:13:37: Oder wie ein Tatton... Bei mir war jetzt gerade der Klientin, wo das Bruder verstorben ist und es war einen bestimmten Tag.

00:13:44: Also Tatumstag, ich sage jetzt Hausnummer der fünfte.

00:13:46: Und das ist momentan mal in der ersten Phase, in dieser ersten Zeit intensiver Draht.

00:13:51: Das Tatum fünfter ist jetzt mal dringend!

00:13:55: Ja, das ist interessant.

00:13:56: Weil es auch so unterschiedlich sein kann was sich fest setzt in extrem bedeutenden Momenten.

00:14:02: Ich will jetzt gar nicht bewerten welche weil ich finde ja eigentlich auch den Gedanken jetzt in unserem Gespräch sehr nett dass wir uns vielleicht auch ein bisschen mehr auf positive ich sag mal rote Knöpfe oder Triggerpunkte oder wie auch immer man es nennen mag Auslöser gerne konzentrieren könnten.

00:14:20: Ja, das wäre vielleicht ganz schön.

00:14:22: Und die Verantwortung ist nicht weg!

00:14:24: Also dieses was ich vorhin gemeint habe mit... Ich werde getrickert und kann nichts dafür.

00:14:29: Bin deshalb wütend?

00:14:30: Das stimmt ja so nicht.

00:14:31: Dann machen wir es ein Stück weit zu einfach.

00:14:33: Schon.

00:14:33: Und mir ist das Vertraut auch natürlich der Viktor Frankl, glaube ich.

00:14:37: Der begrenzende Logotherapie zwischen Reiz- und Reaktion ist ja spät.

00:14:42: Ehe, das glaube ich auch aber ... Das ist oft doch so eng verwoben, oder es geht nervmensystemmäßig so aufs Neue.

00:14:49: So wie bei den Magen in Strohhalm und so das da lang.

00:14:52: Aber zu ihr wird es verwendet?

00:14:54: Ja ja, das stimmt schon.

00:14:54: Diesen Alltagstings.

00:14:56: Also ein Stück weit Passagier is man eh mit allen Gefühlen,

00:14:59: aber

00:15:01: vielleicht kann man sich eine Atembause dazwischengönnen wenn's ein unangenehm ausgelöstes Gefühl ist und schauen ob man dem wirklich die Macht geben möchte oder nicht.

00:15:10: Ich weiß, vielleicht überschätze ich mich und uns alle.

00:15:13: Schauen

00:15:14: wir ein bisschen.

00:15:15: Wenn man davon etwas ausgehen würde was du jetzt sagst freilich kann man sagen ja ihr habt die Verantwortung usw.

00:15:20: oder wem bist.

00:15:21: du sagst da man kann sich alles dazu verhalten aber das muss man genauer anschauen auch noch mehr weil wir von zwei so entitäten Ausgängen die schon fraglich sind also dass da ich bin unter Reiz und der Gefühl und ich kann mir dazu Verhalten die stimmt ja gewissenweise.

00:15:40: Daher kommt ja die Idee von der moralischen B- und Vierurteilung von irgendwelchen Taten, wenn man sagt er hätte anders können.

00:15:47: Aber neurobiologisch kommt man auch zunehmend drauf.

00:15:51: Vielleicht oft auch nicht.

00:15:53: Jeder wird das kennen, wann wer wirklich, wirklich total zum Beispiel verliebt ist.

00:16:00: Total!

00:16:01: Und irgendwie denkst du naah... Heut schreibe ich oder kann auch Richter mal.

00:16:08: Ich mach dir ein bisschen, weil du zu viel schreibst.

00:16:11: Und das denkst du schon am Vormittag um zehn Uhr und um zwölf Uhr?

00:16:14: Um zehn Uhr zwei schreibt man.

00:16:16: Genau, wahrscheinlich um vier Uhr hast du schon was geschrieben nicht einmal.

00:16:18: Was ist das denn mein?

00:16:20: Solange hab' ich nie ausgehört!

00:16:22: Das ist schon mächtige, mächtig...

00:16:25: Ja, ich weiß.

00:16:27: Das ist vielleicht wirklich auch meinen Kontroll, wenn manchmal meine Kontrollsehensucht ... Glauben mag, dass man da ein Stück weit mehr einwirken kann.

00:16:38: Vielleicht

00:16:40: ja... Also das ist schon klug!

00:16:42: Das würde ich schon befürworten und da könnte man auch mal reden drüber, aber dann müsste es auch was in den Glas hinein tun.

00:16:47: Sehr

00:16:48: gerne jederzeit.

00:16:49: Zum

00:16:49: Thema... weil was hier jetzt der Rolle spielt, ist dieses Thema... Jetzt weiß ich nicht mehr.

00:16:56: Kontroll?

00:16:57: Nein, nein, nein!

00:16:58: Schade.

00:16:59: Aber was ich mir noch dacht habe, das mit dem Geruch und Trigger wird ja auch therapeutisch genutzt oft.

00:17:05: In der Garantologie als Begleitung alter Menschen.

00:17:08: Ich wollte es nicht mehr nehmen zum Beispiel.

00:17:09: Das sieht man auf ganz starker Biografiearbeit um vielleicht also Dinge herauszufinden.

00:17:14: welche Gerüche, welche Dinge beruhigen die Leute?

00:17:17: Wenn Leider oft schon sehr dement sind oder schlecht benander sein und vielleicht geistig nicht mehr ganz da sind und sehr unruhig sind Dann kann auch z.B.

00:17:24: der Geruch von einem geruhigem Osternnachkastel oder von einem Gärmbonkel, was auch immer, das beruhigen sich dann die Menschen.

00:17:34: Weil es so wie wir Kindheitsweihnachtsbratwurst und Geruch zum Beispiel ist.

00:17:38: Das ist ja glaube ich auch ein bissel die Idee von so ätherischen Ölen oder so durchhaushalten.

00:17:43: Eigentlich wäre das auch eine schöne Idee, für sich selbst mal so zu überlegen was die Sinnesreiz-Landkarte von einem ausmacht.

00:17:52: Also welche Gerüche, Farben, Gerichte, Töne weiß ich nicht Blumen lösen... Was Schönes in mir aus und wenn ich mir das vielleicht mehr bewusst mache kann ich es ja auch bewusster mir zuführen.

00:18:08: Ich habe mein Leben ganz schön!

00:18:10: Was ist das

00:18:12: bei dir?

00:18:13: Ich hab das genauer deshalb, wie ich es gesagt, weil ich festgestellt habe.

00:18:16: Ich könnte das so spontan nicht abrufen!

00:18:18: Es sind sicher auch Geschmäcker, die mich ganz schnell glücklich machen.

00:18:24: Erstaunlicherweise Schokobonahnen zum Beispiel.

00:18:27: Weiß ich aber nicht... Also,

00:18:28: du kannst alle die ganz wollen?

00:18:29: Ja,

00:18:30: die kann sagen.

00:18:32: Da gibt's keine Erinnerung dazu.

00:18:35: Die hat sich rausgelöscht.

00:18:36: Aber es gibt schon Dinge, die sich beruhigen oder ich weiß auch ... Ich weiß nicht, ob ich das jetzt hier so laut sagen darf.

00:18:42: Aber meine Mama zum Beispiel liebt oder der tut einen zwetschgen Kompot extrem gut wenn sie nicht zu gut drauf

00:18:50: ist.

00:18:52: Das hat auch eben eine beruhigende Wirkung und für mich sind natürlich Düfte... Ganz stark.

00:18:58: Also gute, schöne Tüfte machen mich immer glücklich.

00:19:02: Umgekehrt leider auch... Ja natürlich nicht!

00:19:05: Aber umgekehrd auch.

00:19:07: Weil du vorhin die Gerüche auch so stark rausgezeichnet hast.

00:19:10: für mich ist das im Negativen auch ganz stark vertreten und ich riech das auch so lange also wenn ich in einem Taxi sitze und die Körperausdünnstung... Und ich hab das wirklich dann acht Stunden in meiner Nase.

00:19:26: Schrecklich, ja.

00:19:27: Das ist aber natürlich vielschichtig dieses Thema, ne?

00:19:29: Weil da der Geruch und Hirn und die Emotionen überhaupt gibt also neuere logische Besonderheiten.

00:19:34: Ich glaube ich habe auch ein bisschen so was.

00:19:35: Ich hab das einmal gelesen in einem System, wie man es nennt, dass wirklich manche Gerüche für manche Menschen wirklich so extrem aversive Reize auslösen, dass einfach nicht geht.

00:19:45: Das kann man dann auch nicht löschen.

00:19:46: Also das kann man auch nicht ignorieren, somit nichts.

00:19:48: Ich habe das zum Beispiel... Ich meine, ich habe mir gesehen, dass was gut riecht im Sinn von beim Essen vor allem oder so.

00:19:53: Aber ich bin da noch mein Spanntesten war ich nix riech.

00:19:57: Nichts!

00:19:58: Was ganz schlimm ist für mich, das ist unerträglich und für mir unmöglich... Das is Knoblauch.

00:20:03: Geruch beim Menschen-Knoblaucher.

00:20:06: Das kann ich nicht ignorieren.

00:20:08: Das löst bei mir ein geistes Aggressiv sein aus.

00:20:12: Das ist Flucht und ob es geht nicht.

00:20:15: Also da ist irgendwas neurologisch.

00:20:19: Soll ich dir einen guten Therapeuten empfehlen?

00:20:23: Das ist wie mit den Knoblauch.

00:20:24: Vielleicht bist du ein Vampir oder so,

00:20:26: reagierst

00:20:27: deshalb so?

00:20:33: Ich würde das jetzt ferndiagnostisch eindeutig feststellen dass du da Trakularspuren in dir trägst und deshalb so massiv auf Knoblach reagierest.

00:20:45: Und zählt darf es auch nicht sein?

00:20:46: Ja ja

00:20:47: eindeute, dann haben

00:20:48: wir's schon!

00:20:49: Und den Spiegel schaue ich mir an, darum scheiß ich mal was.

00:20:51: Sind alle zugehängt mit dir?

00:20:53: Ja genau!

00:20:54: Nur in der Nacht

00:20:55: geht's.

00:20:56: Super ist traurig eh keiner mehr zu dir kommen.

00:20:59: also weil ich wollte dich abschließend noch fragen ob es irgendein Kriterium gibt was man für sich beobachten kann oder soll ab wann man sich vielleicht tatsächlich professionelle Hilfe suchen soll wenn man immer wieder auf etwas stark reagiert.

00:21:13: Ja

00:21:14: ja eh man ist stark gut und Leinstrucker zeigt eh... bitte gerne, aber auch wenn es zum Beispiel das ist entscheidend.

00:21:20: Zum Beispiel ich habe als Einsatzkraft das ehemalige bestattet und seine Idee hat.

00:21:24: man viele solche Geschichten wo sie was eingebrannt hat und war nicht zum beispiel heute in der Fleischhobgerei ge einer richtigen.

00:21:31: nun gibt sie kann mehr wann wir da reingehen würde und mal riecht er so stark diesen rohen Schweinischfleischgeruch.

00:21:37: Da kommt bei mir immer ein Bild also eine Szene von einem Verkehrsunfall, wo das ja über fünf oder zwanzig Jahre länger aus oder fast dreißig Jahr brauchen die dazu.

00:21:45: jetzt Mache ich da eine Fleischakkeneige, dann rieche diesen Geruch und habe dieses Bild.

00:21:50: Dann kommt mir die Erinnerung vielleicht an den Umfang.

00:21:52: Okay!

00:21:53: Und vielleicht auch ein Gefühl von Thomas aber... Ich kann trotzdem mit der Verkäuferin reden.

00:22:00: Ich bin trotzdem hier verurteilt und das nennt man ich schön Ton.

00:22:04: Also die Geschichte ist ich schön ton.

00:22:05: Als ihr erlebstest, dacht auf wie sonst auch Erinnerungen kommen.

00:22:08: Aber du tust es was du jetzt durst und bist verurtet im Hier-und-Jetzt und du bist hier am eigenen Haus oder so.

00:22:12: Du bist stabil.

00:22:14: Ich düst dann, wäre wie das Beispiel mit Strohlein.

00:22:17: Es macht Knack und der Greg Panikler tagt ihn und ist nicht mehr her an der Lage sozusagen.

00:22:21: Also da muss man auf jeden Fall was machen.

00:22:23: So vielleicht oder der Leinstück?

00:22:25: Wenn ich auch das Gefühl habe dass mich ein Gefühl irgendwie lehmt oder mich nicht mehr so handlungsfrei macht oder reaktionsfrei wie ich möchte, dann werden wir gut beraten zu sagen da genauer hinzuschauen was es damit auf sich hat oder wie man das überschreiben kann.

00:22:40: Das

00:22:40: kann ja dann auf die Spanen der Reisen werden.

00:22:43: D.h.,

00:22:44: das ist bei der Photodome und jetzt zusammen draufgekommen, dass es gut ist.

00:22:48: Bei so Sachen, also nicht das Beispiel mit Einsatzkraft nicht oder auch mit dem Strohem, das ist relativ einfach.

00:22:55: Vielleicht nicht im Einfach, aber zugänglich und man weiß wo ist die Stoßrichtung?

00:23:02: Aber bei solchen Sachen, wenn du sagst, das lehmt mir dann, weil das ganze System in eine Ummacht... geht oder so, dann ist es schon spannend.

00:23:09: Man dürfte massiver was vielleicht auch sich so organisieren, dass dort eine Lähmung kommt oder zu einer Starre her und das ist schon spannend!

00:23:18: Die

00:23:18: Psyche ist schon ein unendliches spannendes Feld.

00:23:22: Auch dieses Wort hat uns wieder auf eine interessante Gesprächsreise geführt.

00:23:27: Martin danke fürs Gespräch und danke für's Zuhören und ich schicke ich erst Essen.

00:23:34: Da wird er gleich wieder ganz wacht... Und kein Knoblauch.

00:23:39: Dann danke und bis zum nächsten Mal!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.